Jahr Leben Werk
20.4.1856 Karl Christian Hofmann wird als zweiter Sohn eines Damastwebers im nassauischen Herborn/Dill geboren  
  Brüder: Heinrich Wilhelm und Louis (genannt Ludwig)  
  Besuch der Realschule  
  Abgebrochene Lehre in Köln  
  Besuch der Gewerbeschule Barmen  
  Techniker des Bahnbetriebes in Wetzlar  
  Kein Militärdienst  
1875-1877 Vier Semester Studium an der Königlichen Bauakademie Berlin  
1877-1878 Ein Semester an der K. u. K. Technischen Hochschule Wien  
1878 17.03.1878:
Zeugnis der TH Wien
Gemeinsamer Entwurf einer Kirche in Wissenbach mit seinem Bruder Louis
    1878–1879:
Entwurf und Bau einer Synagoge in Münster
1879 Heirat mit Lina Norsch aus Bissenberg bei Wetzlar; zwei Söhne, eine Tochter  
1881 01.01.1881-31.01.1885:
Communalständiger Baumeister im Regierungsbezirk Wiesbaden
1881-1885:
Erweiterungsbauten der Provinzial-Irrenheil- und Pflege-Anstalt Eichberg im Rheingau
  Ehepaar Hofmann verlegt Wohnsitz von Münster nach Hattenheim im Rheingau  
1885 01.02.1885:
Hofmann wird Hospitalbaumeister in Worms
1885-1887:
Entwurf und Bau der Gewerbeschule Worms
    1885-1888:
Entwurf und Bau des Stadtkrankenhauses Worms
1886 01.04.1886:
Hofmann wird auch Stadtbaumeister in Worms
1886-1889:
Bau des Volkstheaters Worms unter Oberleitung von Hofmann
1887   1887-1890:
Entwurf und Bau des Wasserturms in Worms
    1887-1891:
Hochbauten des Wasserwerks in Worms
1888   Entwurf eines Kandelabers für die öffentliche Straßenbeleuchtung in Worms
    1888-1889:
Hochbauten des Gaswerkes in Worms
    1888-1889:
Entwurf und Bau der Eichanstalt Worms
    1888-1891:
Entwurf und Bau der Neusatzschule in Worms
1889 Hofmann wird Vorstandsmitglied des Altertumsvereins Worms Stadtbauplan für Worms, aufgestellt von Hofmann
1890 Bezug des selbsterrichteten Wohnhauses in Worms Entwurf und Bau des eigenen Wohnhauses in Worms
  Die Stadt Worms erhält eine Einladung zur Architekturausstellung in Turin, auf der Hofmanns fünfjährige Tätigkeit als Stadtbaumeister präsentiert wird. Hofmann reist selbst nach Turin Nicht verwirklichter Entwurf für den an gleicher Stelle später errichteten Siegfriedbrunnen
1891 01.02.1891:
Nach der Trennung von Hoch- und Tiefbauamt ist Hofmann nun Leiter des Hochbauamtes
 
1892 01.04.1892:
Hofmanns widerrufliche Dienstzeit ist abgelaufen, die definitive Anstellung erfolgt auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung
Entwurf und Bau des Lagerhauses im neuen Hafen Worms
  Hofmann lehnt die Stelle des Vorsitzenden der Zentralstelle für Gewerbe und die des Präsidenten des Landes-Gewerbe-Vereins ab  
  Gründung des Kunstrates für den Dom zu Worms  
1893 27.04.1893:
Hofmann wird Dombaumeister
Entwurf einer Heilanstalt für Lungenkranke der Stadt Worms am Felsberg im Odenwald, nicht realisiert
    1893-1895:
Denkmalentwurf anlässlich des Todes von Großherzog Ludwig IV am 13.03.1892 zunächst für den Obermarkt in Worms, zweiter verwirklichter Entwurf für den Paradeplatz
1894   Vorschlag zu einer architektonischen Fassung des Lutherdenkmals in Worms
    Planskizzen zur Überbauung der Körnerstraße in Worms
1895 15.07.1895:
Großherzog Ernst Ludwig verleiht Hofmann den Titel Baurat
1895-1896:
Beratung der jüdischen Gemeinde Worms bei der Freilegung der Mikwe (Judenbad) von 1186
  Gehaltserhöhung für Hofmann durch die Stadtverordnetenversammlung 1895-1900:
Wettbewerb und Bau der Ernst-Ludwig-Straßenbrücke bei Worms über den Rhein
    1895-1900:
Wettbewerb und Bau der Eisenbahnbrücke bei Worms über den Rhein
    1895-1906:
Vorschläge und anschließende Sanierungsarbeiten am vom Einsturz bedrohten Westchor des Doms zu Worms
1896 22.02.1896:
Fest-Commers zu Ehren des “preisgekrönten Baumeisters der Vangionenstadt“ (Worms)
Bebauungsplan und Hausentwürfe für die Arbeitersiedlung Kiautschau in Worms
Verwirklichung nach Hofmanns Weggang von 1898-1913
    01.06.1896:
Hofmann übergibt die Ergebnisse der Bauaufnahme der Heilig-Kreuz-Kirche in Worms-Horchheim, sein Entwurf für die Erweiterung wird nicht ausgeführt
    10.07.1896:
gemeinsamer Vorschlag mit Prof. Donnberg zur Umgestaltung des Lutherdenkmales, nach Vorlage bei der Akademie der Künste in Berlin 1904 verwirklicht
1897 14.04.1897:
Ruf an die Technische Hochschule Darmstadt (THD)
1897-1900 Entwurf und künstlerische Oberleitung für die Nibelungenschule in Worms
  30.04.1897:
Stadtverordnetenversammlung Worms stimmt Ausscheiden Hofmanns zu
Konzept für den neuen Friedhof auf der Hochheimer Höhe in Worms, Überarbeitung und Weiterführung von Hofmanns Planung durch seinen Nachfolger im Stadtbauamt, Georg Metzler
  01.05.1897:
Hofmann wird zum ordentlichen Professor der Baukunst berufen, Kursangebot: Bauführung, Baumaterialien, Baustoffe, Gebäudekunde, Entwerfen von Gebäuden
Bebauungsplan für die Mathildenhöhe in Darmstadt
  22.05.1897:
Abschieds-Kommers in Worms zu Ehren Hofmanns
 
  25.11.1897:
Festrede von Hofmann aus Anlass des Geburtstages von Großherzog Ernst Ludwig in der Aula der THD
 
1898 01.09.1898:
Kommissarische Ausübung der Amtsgeschäfte eines vortragenden Rates in der Abteilung Bauwesen des Ministeriums der Finanzen für Hessen-Darmstadt, somit künstlerischer Leiter des gesamten Hochbauwesens: künstlerische Beeinflussung von Entwürfen, Werkzeichnungen, Ausführungen der staatlichen Hochbauten, städtische und ländliche Bebauungspläne
Doppelhaus im Nikolaiweg 4/6 auf der Mathildenhöhe in Darmstadt
  12.10.1898:
Ernennung Hofmanns zum Geheimen Oberrat
Planung einer Arbeitersiedlung für MAN in Gustavsburg am Main
  Mitglied des Prüfungsamtes für die 1. Prüfung der Staatsdienstaspiranten im Baufach und der Prüfungskommision für das Finanz- und technische Fach  
1899 07.10.1899:
Besuch von Zar Nikolaus II und Kaiserin Alexandra Feodorowna, der Schwester Ernst Ludwigs in Worms: Hofmann führt sie durch den Dom
Haus Elgert in Darmstadt
  08.11.1899:
Verleihung des Stanislausordens II. Klasse an Hofmann anlässlich der Einweihung der Russischen Kapelle auf der Mathildenhöhe in Darmstadt
 
1900 Stil der Wormser Bauten wird als Nibelungenstil bekannt Nikolaiweg 14 in Darmstadt
  26.03.1900:
Album für ”Herrn Geheimen Oberbaurat Professor Karl Hofmann zur Erinnerung an sein verdienstvolles und erfolgreiches Wirken für unsere Stadt [Worms] in Dankbarkeit gewidmet“
Ludwigshöhe in Darmstadt
  26.03.1900;
Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen anlässlich der Einweihung der Ernst-Ludwig-Brücke
Vorentwurf für die Fassadengestaltung des Bahnhofs in Worms
    Wettbewerbsbeitrag ”Rheinisch-deutsch“ für das deutsche Haus auf der Pariser Weltausstellung
1901   Wohnhaus Erbacher Straße in Darmstadt
    Gebäude für den Botanischen Garten in Darmstadt
    1901-1906:
Sanierungsarbeiten am Westchor des Wormser Doms
1902   Hofmann hat die künstlerische Oberleitung des Neubaubüros Worms für die Planung des Großherzoglichen Gymnasiums an der neuen Rheinfront
    Entwurf und Planung seines eigenen Wohnhauses im Roquetteweg 53 im Tintenviertel in Darmstadt
    Forstamt in der Ohlystraße in Darmstadt
    1902-1904:
Landratsamt in Erbach im Odenwald
1903 10.02.1903
Hofmann wird von Großherzog Ernst Ludwig in den Denkmalrat berufen
1903-1905:
Entwurf und Bau des Amtsgerichtes in Darmstadt
  Hessische Goldene Verdienstmedaille für Kunst 1903-1910:
Mausoleum auf der Rosenhöhe in Darmstadt
1904 Preußischer Roter Adler Orden III. Klasse Hofmann ist in der Jury für den Bau einer Synagoge in Frankfurt am Main
    1905-1907:
”Bauregelungsplan für die Altstadt Salzburg“, gemeinsam erstellt mit Prof. Karl Mayreder
    Vortrag ”Die ästhetische und praktische Ausgestaltung des Kleinwohnungshauses“ in Darmstadt anlässlich der Jahrestagung des Ernst-Ludwig-Vereins, dem hessischen Zentralverein für die Errichtung billiger Wohnungen
1907   Vorschlag zur städtebaulichen Einbindung und Platzgestaltung auf der Südseite des Wormser Domes
1908 Hofmann lehnt die Stelle eines Baudirektors in Hamburg ab, empfiehlt aber Fritz Schumacher, der die Stelle übernimmt  
1909 Aufnahme in die Königliche Akademie der Künste in Berlin  
1914 Komturkreuz II. Klasse des Albrechtsordens, verliehen vom König von Sachsen  
1915 Hessisches Ehrenkreuz des Ludewigsordens  
1917 Hessisches allgemeines Ehrenzeichen für Kriegsverdienste  
1921 22.06.1921:
Hofmann wird Dr.-Ing. h.c. der TH Hannover
 
1922 11.04.1922:
Hofmann erhält die Amtsbezeichnung Ministerialrat
 
1923 Aufnahme in die Akademie des Bauwesens in Berlin  
1927 01.10.1927:
auf eigenes Ersuchen wird Hofmann in den Ruhestand versetzt, letzte Hochschultätigkeit ist eine Studentenfahrt nach Tirol
 
1933 28.12.1933:
Tod von Karl Hofmann nach kurzem schweren Leiden
 
1934 02.01.1934:
Bestattung auf dem Waldfriedhof in Darmstadt, selbstentworfener Grabstein in Form eines Kreuzes mit floraler Ornamentik