Weisbach Wohngruppe <<< zurück
   
Bezeichnung Weisbach Wohngruppe
Ort Berlin
  Kochhannstraße 13-14, Ebertystraße 11-13, Weisbachstraße 1-8
Bauzeit 1899 bis 1906
Zustand erhalten und saniert
heutige Nutzung Wohnen
Bemerkung Weniger bekannt ist Alfred Messels Engagement für den
  genossenschaftlichen Wohnungsbau in Berlin. Die rasch wachsende
Gesamtansicht
  Industrie zog Tausende von Arbeitssuchenden in die große Stadt.
  Mangelhafte und unhygienische Wohnbedingungen sowie Überbelegung  
  und Wuchermieten kennzeichneten vor allem die Wohnsituation der  
  Arbeiter.  
  Gemeinsam mit dem Amtsrichter Paul Felix Aschrott erarbeitete Alfred  
  Messel ein Modell, wie man für die Arbeiter bezahlbaren Wohnraum mit  
  besserer Wohnqualität schaffen könne. Der Bankier Valentin Weisbach
  sorgte für das nötige Geld und das erforderliche Grundstück. Das erste  
  Beispiel für den genossenschaftlichen Wohnungsbau ist die Weisbach-  
  Wohngruppe im Wohngeviert Weisbach-, Kochhann-, Eberty- und  
  Ebelingstraße, eine Blockrandbebauung von gewaltigen Ausmaßen mit  
  großem begrünten Innenhof und insgesamt 38 fünfgeschossigen  
  Mietshäusern. Die Entwürfe für dieses Projekt erarbeitete Messel – wie  
  bei allen Genossenschaftsbauten – umsonst, auch die Bauleitung  
  übernahm er kostenlos. An den heute noch erhaltenen Siedlungsbauten
  sind die für die damalige Zeit revolutionären Ideen des sozialen
  Wohnungsbaus gut nachzuvollziehen.
 
     
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